Kategorie: Filmmusik-Kritik

Reborn – The New Jekyll + Hyde – Patrick Doyle: “Ein fehlgeschlagenes Experiment”

Im Monolog am Anfang und am Ende der modernen Jekyl-Hyde-Adaption Reborn heißt es: “Es ist nicht das erste Mal, dass diese Geschichte erzählt wird, und es wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein”. Abgesehen von zwei traumhaft schönen Musikstücken Patrick Doyles lohnt es sich wohl tatsächlich auf die nächste Verfilmung zu warten, denn der Thriller von 2005 ist ansonsten reichlich misslungen.

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La Vénus à la fourrure – Alexandre Desplat: „Im Takt der Ironie“

Roman Polański ist ein Meister des kammerspielartigen Kinos, was er bereits in brillianten Filmen wie Der Tod und das Mädchen oder Der Gott des Gemetzels unter Beweis gestellt hat. Auch seine in der öffentlichen Wahrnehmung ziemlich untergegangene Groteske Venus im Pelz von 2013 fällt da kaum ab. Musikalisch begleitet wird das irrwitzige Psychoduell zwischen Schauspielerin und Regisseur von Alexande Desplat. Doch der kreist hier ein wenig zu sehr um sich selbst.

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Poor Things – Jerskin Fendrix: „Jenseits der Norm“

Poor Things von 2023 bietet eines der ungewöhnlichsten und bizarrsten Kinoerlebnisse der jüngeren Vergangenheit. Emma Stone wurde für ihre herausragende Leistung in dem wilden expressionistischen Steampunk-Abenteuer des Griechen Giorgos Lanthimos völlig zu Recht mit dem Oscar ausgezeichnet. Der Newcomer Jerskin Fendrix steuerte die nicht minder schräge Filmmusik bei. Und die klingt wunderschön schief.

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Dune – Hans Zimmer: „Klänge aus dem Schatten“

Ist das noch Musik oder bereits Sound Design? Hans Zimmer Vertonung des ersten Teils der Dune-Neuverfilmung brachte ihm seinen zweiten Oscar ein, gleichzeitig aber auch viel Kritik aufgrund des gewagten, zum Geräuschhaften neigenden Musik-Konzepts. Sperrig ist sein Dune allemal. Trotzdem lohnt es sich, der ungewöhnlichen Klangwelt des Wüstenplaneten eine Chance zu geben.

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