Kategorie: Filmmusik-Kritik

Un Sac de Billes – Armand Armar: “Die schreckliche Welt des Krieges”

Das französische Filmdrama Ein Sack voll Murmeln (Un Sac de Billes) von 2017 bietet eine berührende Nacherzählung der Geschichte einer jüdischen Familie, die 1941 aus dem besetzten Paris fliehen muss. Doch leider vertraut die Inszenierung der an sich starken Geschichte nicht und verwendet zu viel filmischen Weichzeichner. Darunter leidet auch die hörenswerte Filmmusik von Armand Amar.

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Bound – Don Davis: “Fesselnde Suspense am Vorabend der Matrix”

Dreißig Jahre hat es bis zur offiziellen Erstveröffentlichung von Don Davis’ Filmmusik zu Bound – gefesselt von 1996 gedauert. Das Warten hat sich gelohnt: denn der Regieerstling der Wachoswki-Geschwister ist nicht nur ein Thriller mit ungewöhnlicher Prämisse, sondern hat filmisch wie musikalisch sehr viel mit dem späteren Welterfolg von The Matrix (1999) zu tun.

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Project Hail Mary – Daniel Pemberton: “Verloren im Weltraum”

Mit Der Astronaut – Project Hail Mary will Daniel Pemberton den Weltraum zum Klingen bringen: Ungewöhnliche Instrumente, raffinierte Rhythmen und ein enormer klanglicher Aufwand prägen seine Science-Fiction-Partitur. Das Ergebnis ist hörenswert, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Film und Score sich zu sehr an den Vorbildern abarbeiten.

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The Handmaid’s Tale – Adam Taylor: “Der musikalische Schatten”

Margaret Atwoods The Handmaid’s Tale fühlt sich in Zeiten politischer Umbrüche beklemmend real an. Die gefeierte Serien-Adaption fängt die beängstigende Realität totalitärer Herrschaft filmisch und psychologisch meisterhaft ein. Und der reduzierte Soundtrack von Adam Taylor wird zum perfekten, düsteren Spiegel dieser patriarchalen „Law & Order“-Welt.

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