Kategorie: Filmmusik-Kritik

Toy Story – Randy Newman: “Der altmodische Charme des Modernen”

Bevor im Juni der fünfte Teil der Toy Story-Reihe in den Kinos startet, lohnt sich ein Blick darauf, wie 1995 alles anfing. Mit Computeranimation, die Kinogeschrieb. Und einer quirligen Oscar-nominierten Filmmusik von Randy Newman, die primär ihrer Songs wegen in Erinnerung geblieben ist. Aber auch sein orchestraler Beitrag ist überraschend gut gealtert.

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I Crudeli – Ennio Morricone: “Ein Sarg mit viel Geld und eine einsame Trompete”

Sergio Corbuccis Die Grausamen gehört zu den weniger bekannten Italowestern des Django-Regisseurs. Plaion-Pictures hat den pessimistischen Streifen als ersten Teil seiner Western’all-Arrabiata-Reihe der Vergessenheit entrissen. Zurecht: I Crudeli ist ein rauer Western mit ungewöhnlicher Prämisse. Und auch Ennio Morricones Filmmusik fasziniert bis heute.

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Frankenstein – Alexandre Desplat: “Filigran zusammengeflickt”

Und noch einmal Frankenstein; Guillermo del Toro hat sich Mary Shelleys berühmtem Briefroman angenommen und daraus ein schwelgerisches Fantasymärchen gemacht. Mit Erfolg: Die Netflix-Produktion wurde neunmal Oscar-nominiert. Dazu gehört auch Alexandre Desplats emotionale Filmmusik – eine seiner besten seit Langem, allerdings mit einigen Einschränkungen.

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Train Dreams – Bryce Dessner: “Zugfahrt zweiter Klasse”

Mit gleich vier Oscar-Nominierungen im Rücken – darunter als Bester Film – gilt Clint Bentleys Train Dreams als eines der großen Netflix-Highlights des Jahres. Bryce Dessners feinfühlige Filmmusik weiß in Teilen zwar zu gefallen, bleibt aber hinter der epischen Bildgewalt zurück. Erst in der ebenfalls für den Oscar nominierten Schlussballade von Nick Cave findet sie zu wahrer emotionaler Tiefe. Für den Film kommt dies aber vielleicht zu spät.

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