Eine Filmmusik für Kinder der 80er Jahre: Das ist Marty Supreme von Daniel Lopatin. Das Kuriose: Der Film, für den sie komponiert wurde, spielt in den 50ern, doch der Anachronismus geht auf völlig verrückte Weise auf. Umso erstaunlicher, dass das originelle Vertonungskonzept nicht mit einer Oscar-Nominierung belohnt wurde.
WeiterlesenKategorie: Filmmusik-Kritik
Frankenstein – Alexandre Desplat: “Filigran zusammengeflickt”
Und noch einmal Frankenstein; Guillermo del Toro hat sich Mary Shelleys berühmtem Briefroman angenommen und daraus ein schwelgerisches Fantasymärchen gemacht. Mit Erfolg: Die Netflix-Produktion wurde neunmal Oscar-nominiert. Dazu gehört auch Alexandre Desplats emotionale Filmmusik – eine seiner besten seit Langem, allerdings mit einigen Einschränkungen.
WeiterlesenParallel Mothers – Alberto Iglesias: “Dissonanzen der Mutterschaft”
Vor 3 Jahren Oscar-nominiert und doch in der öffentlichen Wahrnehmung weitestgehend untergegangen, ist die Filmmusik von Alberto Iglesias zu Almodóvars Parallel Mothers. Das überrascht nicht, denn die Musik ist ziemlich sperrig und düster. Trotzdem lohnt sich das genaue HInhören.
WeiterlesenTrain Dreams – Bryce Dessner: “Zugfahrt zweiter Klasse”
Mit gleich vier Oscar-Nominierungen im Rücken – darunter als Bester Film – gilt Clint Bentleys Train Dreams als eines der großen Netflix-Highlights des Jahres. Bryce Dessners feinfühlige Filmmusik weiß in Teilen zwar zu gefallen, bleibt aber hinter der epischen Bildgewalt zurück. Erst in der ebenfalls für den Oscar nominierten Schlussballade von Nick Cave findet sie zu wahrer emotionaler Tiefe. Für den Film kommt dies aber vielleicht zu spät.
WeiterlesenDes Teufels Bad – Soap & Skin: “Mooreiche, mosige”
Das düstere Historiendrama Des Teufels Bad war 2024 der Kritiker-Darling auf vielen Filmfestivals und zugleich Österreichs Oscar-Beitrag. Anja Plaschg (auch bekannt als Soap&Skin) glänzt darin als depressive Bäuerin im 18. Jahrhundert und das Thema verdient Beachtung. Doch garantiert das auch wirklich fesselndes Kino?
WeiterlesenSinners – Ludwig Göransson: “Wem gehört der Blues?”
16 Oscar-Nominierungen gab es für Ryan Cooglers Blood & Sinners. Mit dabei: die Golden-Globe-prämierte Filmmusik von Ludwig Göransson. Die Mischung aus Historiendrama und Vampirschocker bietet einen wilden Ritt voller Allegorien. Doch ist der riesige Hype wirklich gerechtfertigt und verdienen der Film und seine Musik all diese Meriten?
WeiterlesenAvatar – Fire & Ash – Simon Franglen: “Verwässertes Pandora”
Viel Feuer, wenig frischer Wind: Trotz beeindruckender neuer Stämme und gewaltiger Action-Tableaus stellt sich nach dem dritten Teil der Avatar-Saga die dringende Frage, ob das erfolgreichste Franchise der Welt seinen kreativen Zenit nicht längst überschritten hat.
Das gilt auch für die unterhaltsame Filmmusik von Simon Franglen, die vom oberflächlichen audiovisuellen Spektakel an ihre Grenzen gebracht wird.
Greenland – David Buckley: “Endzeit ohne Paukenschlag”
Während der Corona-Pandemie wollte niemand das Weltuntergangsszenario von Greenland sehen. Doch der solide Katastrophenfilm hat in den Jahren durchaus sein Publikum gefunden, sodass gerade sogar Teil 2 in den Kinos startet. Grund genug, auf den Film und David Buckleys Filmmusik zurückzublicken.
WeiterlesenSirāt – Kangding Ray: “Der gnadenlose Beat der Wüste”
Der Cannes-Jurypreis-Gewinner Sirāt – ein mysteriöser Roadtrip durch die Wüste Marokkos – sorgte 2025 für Furore. Nicht zuletzt dank der außergewöhnlichen, gegen alle Klischees eingesetzten Techno-Filmmusik des DJs Kangding Ray. Doch ist der Hype berechtigt?
WeiterlesenJay Kelly – Nicholas Britell: “Eitelkeit & Charme”
Noah Baumbachs neuer Film Jay Kelly mit George Clooney will das Psychogramm eines erfolgreichen Hollywood-Schauspielers sein, bietet aber allein selbstverliebtes Starkino. Einziger Lichtblick: die wunderschöne Filmmusik von Nicholas Britell, die die Filmkomödie vor dem völligen Absturz bewahrt.
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