The Ipcress File – John Barry: “Agenten mit angezogener Handbremse”

Nüchterner Bürokratismus statt mondäner Action, Nickelbrille statt Martini: Mit The Ipcress File schuf Harry Saltzman 1965 den ultimativen Gegenentwurf zu James Bond. Doch wie klingt ein Spionage-Thriller im nüchternen Agentenalltag der 60er Jahre? John Barry erfand dafür mit Cimbalom, prägnanten Motivzellen und elegantem Jazz einen ganz eigenen, ikonischen Sound. 2026 hat Quartet Records erstmals die komplette Musik neu eingespielt. Vergleicht man mit der originalen Soundtrack-LP, lohnt sich diese Version aber nur bedingt.

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Un Sac de Billes – Armand Armar: “Die schreckliche Welt des Krieges”

Das französische Filmdrama Ein Sack voll Murmeln (Un Sac de Billes) von 2017 bietet eine berührende Nacherzählung der Geschichte einer jüdischen Familie, die 1941 aus dem besetzten Paris fliehen muss. Doch leider vertraut die Inszenierung der an sich starken Geschichte nicht und verwendet zu viel filmischen Weichzeichner. Darunter leidet auch die hörenswerte Filmmusik von Armand Amar.

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Bound – Don Davis: “Fesselnde Suspense am Vorabend der Matrix”

Dreißig Jahre hat es bis zur offiziellen Erstveröffentlichung von Don Davis’ Filmmusik zu Bound – gefesselt von 1996 gedauert. Das Warten hat sich gelohnt: denn der Regieerstling der Wachoswki-Geschwister ist nicht nur ein Thriller mit ungewöhnlicher Prämisse, sondern hat filmisch wie musikalisch sehr viel mit dem späteren Welterfolg von The Matrix (1999) zu tun.

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World Soundtrack Awards 2026 Nominierungen

Das Film Fest Gent und die World Soundtrack Academy haben ihre diesjährige Nominierungsliste bekanntgegeben. Die Verleihung und das WSA-Konzert finden am 10. Oktober 2026 im Musikzentrum De Bijloke in Gent statt. Dieses Jahr stehen unter anderem die Ehrung von Trevor Jones für sein Lebenswerk sowie Hildur Guðnadóttir als Ehrengast im Mittelpunkt.

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Project Hail Mary – Daniel Pemberton: “Verloren im Weltraum”

Mit Der Astronaut – Project Hail Mary will Daniel Pemberton den Weltraum zum Klingen bringen: Ungewöhnliche Instrumente, raffinierte Rhythmen und ein enormer klanglicher Aufwand prägen seine Science-Fiction-Partitur. Das Ergebnis ist hörenswert, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Film und Score sich zu sehr an den Vorbildern abarbeiten.

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