Schlagwort: Netflix

Train Dreams – Bryce Dessner: “Zugfahrt zweiter Klasse”

Mit gleich vier Oscar-Nominierungen im Rücken – darunter als Bester Film – gilt Clint Bentleys Train Dreams als eines der großen Netflix-Highlights des Jahres. Bryce Dessners feinfühlige Filmmusik weiß in Teilen zwar zu gefallen, bleibt aber hinter der epischen Bildgewalt zurück. Erst in der ebenfalls für den Oscar nominierten Schlussballade von Nick Cave findet sie zu wahrer emotionaler Tiefe. Für den Film kommt dies aber vielleicht zu spät.

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Ballad of a Small Player – Volker Bertelmann: “Die Musik der hungrigen Geister”

Wer einmal von der Kritik gefeiert wird, wird gerne im nächsten Moment wieder fallen gelassen. Das erlebt derzeit Conclave-Regisseur Edward Berger. Für sein Ballad of a Small Player hagelte es Verrisse. Wer sich davon abhalten lässt, verpasst einen der filmisch aufregendsten Kinotripps des ohnehin schon starken Filmjahrgangs. Und auch die Filmmusik des deutschen Komponisten Volker Bertelmann steigert sich mit jedem Hördurchgang.

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A House of Dynamite – Volker Bertelmann: “Im Kontrollzentrum nichts Neues”

Volker Bertelmann ist in den letzten Jahren in aller Munde, kann sich vor Aufträgen offenbar kaum noch retten. Für Kathryn Bigelows beklemmendes Kriegsdrama A House of Dynamite greift er noch einmal auf die Erfolgsformel seines Oscargewinners Im Westen nichts Neues zurück. Das bleibt weiterhin äußerst effektvoll und ist in seiner Klangtüftelei durchaus faszinierend – aber mitunter leider auch zu repetitiv.

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The Thursday Murder Club – Thomas Newman: “Ein Alterswerk”

Altmodische Krimi-Unterhaltung gefällig? Dann ist The Thursday Murder Club auf Netflix möglicherweise einen Blick wert: Helen Mirren, Pierce Brosnan und Ben Kingsley lösen darin einen kniffligen Mordfall in einem luxuriösen Altersheim. Musikalisch zur Seite steht ihnen Thomas Newman. Doch allzu große Begeisterung mag hier leider nicht aufkommen.

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