Schlagwort: 2025

Hamnet – Max Richter: “Familie Shakespeare im Gefühlsdusel”

Zum Kinostart überschlugen sich bei Hamnet die Kritiken: Zuschauer wetteiferten darum, wer bei diesem Film mehr geheult hat. So viel Gefühlsdusel erscheint verdächtig? Ganz so einfach ist es dann auch nicht. Aber Chloé Zhaos Oscar-Darling hat durchaus Stärken, aber auch viele Probleme. Und davon ist auch die Oscar-nominierte Filmmusik Max Richts betroffen, woran die Regisseurin nicht ganz unschuldig ist.

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Frankenstein – Alexandre Desplat: “Filigran zusammengeflickt”

Und noch einmal Frankenstein; Guillermo del Toro hat sich Mary Shelleys berühmtem Briefroman angenommen und daraus ein schwelgerisches Fantasymärchen gemacht. Mit Erfolg: Die Netflix-Produktion wurde neunmal Oscar-nominiert. Dazu gehört auch Alexandre Desplats emotionale Filmmusik – eine seiner besten seit Langem, allerdings mit einigen Einschränkungen.

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Train Dreams – Bryce Dessner: “Zugfahrt zweiter Klasse”

Mit gleich vier Oscar-Nominierungen im Rücken – darunter als Bester Film – gilt Clint Bentleys Train Dreams als eines der großen Netflix-Highlights des Jahres. Bryce Dessners feinfühlige Filmmusik weiß in Teilen zwar zu gefallen, bleibt aber hinter der epischen Bildgewalt zurück. Erst in der ebenfalls für den Oscar nominierten Schlussballade von Nick Cave findet sie zu wahrer emotionaler Tiefe. Für den Film kommt dies aber vielleicht zu spät.

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Avatar – Fire & Ash – Simon Franglen: “Verwässertes Pandora”

Viel Feuer, wenig frischer Wind: Trotz beeindruckender neuer Stämme und gewaltiger Action-Tableaus stellt sich nach dem dritten Teil der Avatar-Saga die dringende Frage, ob das erfolgreichste Franchise der Welt seinen kreativen Zenit nicht längst überschritten hat.
Das gilt auch für die unterhaltsame Filmmusik von Simon Franglen, die vom oberflächlichen audiovisuellen Spektakel an ihre Grenzen gebracht wird.

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