Und noch einmal Frankenstein; Guillermo del Toro hat sich Mary Shelleys berühmtem Briefroman angenommen und daraus ein schwelgerisches Fantasymärchen gemacht. Mit Erfolg: Die Netflix-Produktion wurde neunmal Oscar-nominiert. Dazu gehört auch Alexandre Desplats emotionale Filmmusik – eine seiner besten seit Langem, allerdings mit einigen Einschränkungen.
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Train Dreams – Bryce Dessner: “Zugfahrt zweiter Klasse”
Mit gleich vier Oscar-Nominierungen im Rücken – darunter als Bester Film – gilt Clint Bentleys Train Dreams als eines der großen Netflix-Highlights des Jahres. Bryce Dessners feinfühlige Filmmusik weiß in Teilen zwar zu gefallen, bleibt aber hinter der epischen Bildgewalt zurück. Erst in der ebenfalls für den Oscar nominierten Schlussballade von Nick Cave findet sie zu wahrer emotionaler Tiefe. Für den Film kommt dies aber vielleicht zu spät.
WeiterlesenSinners – Ludwig Göransson: “Wem gehört der Blues?”
16 Oscar-Nominierungen gab es für Ryan Cooglers Blood & Sinners. Mit dabei: die Golden-Globe-prämierte Filmmusik von Ludwig Göransson. Die Mischung aus Historiendrama und Vampirschocker bietet einen wilden Ritt voller Allegorien. Doch ist der riesige Hype wirklich gerechtfertigt und verdienen der Film und seine Musik all diese Meriten?
WeiterlesenAvatar – Fire & Ash – Simon Franglen: “Verwässertes Pandora”
Viel Feuer, wenig frischer Wind: Trotz beeindruckender neuer Stämme und gewaltiger Action-Tableaus stellt sich nach dem dritten Teil der Avatar-Saga die dringende Frage, ob das erfolgreichste Franchise der Welt seinen kreativen Zenit nicht längst überschritten hat.
Das gilt auch für die unterhaltsame Filmmusik von Simon Franglen, die vom oberflächlichen audiovisuellen Spektakel an ihre Grenzen gebracht wird.
Sirāt – Kangding Ray: “Der gnadenlose Beat der Wüste”
Der Cannes-Jurypreis-Gewinner Sirāt – ein mysteriöser Roadtrip durch die Wüste Marokkos – sorgte 2025 für Furore. Nicht zuletzt dank der außergewöhnlichen, gegen alle Klischees eingesetzten Techno-Filmmusik des DJs Kangding Ray. Doch ist der Hype berechtigt?
WeiterlesenJay Kelly – Nicholas Britell: “Eitelkeit & Charme”
Noah Baumbachs neuer Film Jay Kelly mit George Clooney will das Psychogramm eines erfolgreichen Hollywood-Schauspielers sein, bietet aber allein selbstverliebtes Starkino. Einziger Lichtblick: die wunderschöne Filmmusik von Nicholas Britell, die die Filmkomödie vor dem völligen Absturz bewahrt.
WeiterlesenAnimalia – Edoardo Petracci: “Stimmen in der Wildnis”
Wie fesselnd auch Kurzfilme sein können, zeigt die norwegische Produktion Animalia, eine Dystopie, in der ein Teil der Menschheit als wildes Naturvolk lebt. Auf der Tonspur experimentiert die Filmmusik des Newcomers Edoardo Petracci mit dem Einsatz menschlicher Stimmen.
WeiterlesenElio – Rob Simonsen: “Mit Holz-Synthesizer & Orchester ab ins Weltall”
Der neueste Pixar-Film Elio war ein herber Flop für das erfolgsverwöhnte Studio. Dabei ist das knuffige Weltraumabenteuer unterhaltsam und gewohnt gut animiert. Nur das gewisse Etwas scheint dieses Mal zu fehlen, was leider auch für die ansonsten charmante Filmmusik von Rob Simonsen gilt.
WeiterlesenBallad of a Small Player – Volker Bertelmann: “Die Musik der hungrigen Geister”
Wer einmal von der Kritik gefeiert wird, wird gerne im nächsten Moment wieder fallen gelassen. Das erlebt derzeit Conclave-Regisseur Edward Berger. Für sein Ballad of a Small Player hagelte es Verrisse. Wer sich davon abhalten lässt, verpasst einen der filmisch aufregendsten Kinotripps des ohnehin schon starken Filmjahrgangs. Und auch die Filmmusik des deutschen Komponisten Volker Bertelmann steigert sich mit jedem Hördurchgang.
WeiterlesenPlay Dirty – Alan Silvestri: “Coole Heist-Grooves, doofe Gangster”
Musik vom Feinsten, Film zum Vergessen: In Play Dirty begeistert Alan Silvestri mit einer lässigen Jazz-Funk-Orchester-Fusion, die einen deutlich besseren Film verdient gehabt hätte.
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