Viel Feuer, wenig frischer Wind: Trotz beeindruckender neuer Stämme und gewaltiger Action-Tableaus stellt sich nach dem dritten Teil der Avatar-Saga die dringende Frage, ob das erfolgreichste Franchise der Welt seinen kreativen Zenit nicht längst überschritten hat.
Das gilt auch für die unterhaltsame Filmmusik von Simon Franglen, die vom oberflächlichen audiovisuellen Spektakel an ihre Grenzen gebracht wird.
Schlagwort: 2025
Sirāt – Kangding Ray: “Der gnadenlose Beat der Wüste”
Der Cannes-Jurypreis-Gewinner Sirāt – ein mysteriöser Roadtrip durch die Wüste Marokkos – sorgte 2025 für Furore. Nicht zuletzt dank der außergewöhnlichen, gegen alle Klischees eingesetzten Techno-Filmmusik des DJs Kangding Ray. Doch ist der Hype berechtigt?
WeiterlesenJay Kelly – Nicholas Britell: “Eitelkeit & Charme”
Noah Baumbachs neuer Film Jay Kelly mit George Clooney will das Psychogramm eines erfolgreichen Hollywood-Schauspielers sein, bietet aber allein selbstverliebtes Starkino. Einziger Lichtblick: die wunderschöne Filmmusik von Nicholas Britell, die die Filmkomödie vor dem völligen Absturz bewahrt.
WeiterlesenAnimalia – Edoardo Petracci: “Stimmen in der Wildnis”
Wie fesselnd auch Kurzfilme sein können, zeigt die norwegische Produktion Animalia, eine Dystopie, in der ein Teil der Menschheit als wildes Naturvolk lebt. Auf der Tonspur experimentiert die Filmmusik des Newcomers Edoardo Petracci mit dem Einsatz menschlicher Stimmen.
WeiterlesenElio – Rob Simonsen: “Mit Holz-Synthesizer & Orchester ab ins Weltall”
Der neueste Pixar-Film Elio war ein herber Flop für das erfolgsverwöhnte Studio. Dabei ist das knuffige Weltraumabenteuer unterhaltsam und gewohnt gut animiert. Nur das gewisse Etwas scheint dieses Mal zu fehlen, was leider auch für die ansonsten charmante Filmmusik von Rob Simonsen gilt.
WeiterlesenBallad of a Small Player – Volker Bertelmann: “Die Musik der hungrigen Geister”
Wer einmal von der Kritik gefeiert wird, wird gerne im nächsten Moment wieder fallen gelassen. Das erlebt derzeit Conclave-Regisseur Edward Berger. Für sein Ballad of a Small Player hagelte es Verrisse. Wer sich davon abhalten lässt, verpasst einen der filmisch aufregendsten Kinotripps des ohnehin schon starken Filmjahrgangs. Und auch die Filmmusik des deutschen Komponisten Volker Bertelmann steigert sich mit jedem Hördurchgang.
WeiterlesenPlay Dirty – Alan Silvestri: “Coole Heist-Grooves, doofe Gangster”
Musik vom Feinsten, Film zum Vergessen: In Play Dirty begeistert Alan Silvestri mit einer lässigen Jazz-Funk-Orchester-Fusion, die einen deutlich besseren Film verdient gehabt hätte.
WeiterlesenBugonia – Jerskin Fendrix: “Die Musik im Kopf”
Wie hört sich die Musik im Kopf eines Verschwörungstheoretikers an? Jerskin Fendrix ergründet mit seinem experimentell-avantgardistischen Orchesterwerk in Bugonia die Innenwelt eines von der Gesellschaft Vergessenen, der sich “einer großen Sache” auf der Spur wähnt.
WeiterlesenThe Woman in Cabin 10 – Benjamin Wallfisch: “Vertrautes Fahrwasser”
Noch ein Netflix-Thriller: In The Woman in Cabin 10 wird Keira Knightley an Bord einer Luxusjacht Zeugin eines mysteriösen Mordes. Doch keiner glaubt ihr. Klingt nicht gerade originell? Stimmt. Aber etwas atmosphärischer Nervenkitzel ist dann doch drin und auch die Filmmusik vermag in Ansätzen zu überzeugen.
WeiterlesenA House of Dynamite – Volker Bertelmann: “Im Kontrollzentrum nichts Neues”
Volker Bertelmann ist in den letzten Jahren in aller Munde, kann sich vor Aufträgen offenbar kaum noch retten. Für Kathryn Bigelows beklemmendes Kriegsdrama A House of Dynamite greift er noch einmal auf die Erfolgsformel seines Oscargewinners Im Westen nichts Neues zurück. Das bleibt weiterhin äußerst effektvoll und ist in seiner Klangtüftelei durchaus faszinierend – aber mitunter leider auch zu repetitiv.
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