Monster House – Douglas Pipes

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Douglas Pipes hat zum Animationsabenteuer Monster House eine vollmundige Orchestermusik geschaffen, die sich allerdings aus vielen Versatzstücken zusammensetzt. Es ist ein wahres Einerlei, das der Newcomer hier versammelt hat – von kurzen Scherzi und Mickey Mousing bis hin zu typischen Spannungs- und Action-Untermalungen. Als junger Komponist zum ersten Mal mit einer großen Sony-Produktion betraut, war er offenbar gezwungen, sich an zahlreichen Vorbildern zu orientieren. Fantasy- und Spannungsmusiken von James Newton Howard und vor allem Danny Elfman standen nämlich hörbar Pate, ohne dass aber eine eigene Handschrift des Komponisten erkennbar wäre.

Doch ohne prägnante Themen und erkennbare Struktur bleibt vieles hier zu kurzatmig, um sonderlich mitreißen zu können. Hin- und wieder scheint zwar ein netter motivischer Einfall auf, doch viel anzufangen weiß Pipes damit nicht. Unwillkürlich fühlt man sich deshalb an die einfallslosen Familienmusiken eines John Debney (zuletzt The Ant Bully (2006)) erinnert. Routiniert genug, um mit den Bildern vermutlich gut zu funktionieren, ist die Musik allemal. Doch mehr als standardisierte Hollywoodkost spukt im Monster House ansonsten leider nicht. Die CD ist daher wohl nur Fans des Filmes zu empfehlen.

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