The Texas Chainsaw Massacre – Steve Jablonsky

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Manchmal kommen sie wieder, Horrorfilme jedoch leider nicht nur manchmal. Das Geschäft mit der Furcht funktioniert so gut, dass alle Jahre wieder Neuauflagen von Filmreihen à là Halloween, Jason oder Freddy anstehen. Die Qualität des Gebotenen sinkt mit jedem Mal parallel zu den verbleibenden Stofffetzen der attraktiven Hauptdarstellerinnen. Nun, wer es mag. Mit The Texas Chainsaw Massacre steht nun das Remake des gleichnamigen B-Movies von 1974 an. Für die Musik wurde Steve Jablonsky aus der Media Ventures-Schmiede verpflichtet. Jablonsky ist allerdings mehr dafür bekannt, seinen Kollegen wie Hans Zimmer (z.B. bei Pearl Harbor (2001) und Hannibal (2001)) oder Harry Gregson-Williams (Enemy of the State) bei ihren Arbeiten auszuhelfen als mit eigenen Werken zu glänzen. Seine Credits beschränken sich deshalb vor allem auf „additional Music“, also zusätzliche Musik.

Für die Neuauflage des Kettensägenmassakers stand Jablonsky – wie der Regisseur es im Booklet zumindest ehrlich schreibt – weder Zeit noch Geld zur Verfügung. Dies merkt man dem rein synthetischen Score leider an. Von Musik im eigentlichen Sinne kann man hier fast nicht sprechen, denn ein durchgeführter thematischer oder motivischer Gedanke fehlt ebenso wie eine wie auch immer geartete konzeptuelle Struktur. Der Score klingt über weite Strecken wie ein auf CD gebanntes Sounddesign, brodelnde Klangschichten und Soundeffekte wechseln sich über monotone 50 Minuten ab. Erst gegen Ende gibt es ein wenig – bereits x-fach gehörte – Synthie-Standards für den Showdown. Im Film mag das alles vielleicht funktionieren, auf CD ergibt es jedoch keinen Sinn. Um diese Veröffentlichung sollte man deshalb einen großen Bogen machen.

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