The Pursuit of Happiness – Andrea Guerra

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Das Sozialdrama Das Streben nach Glück – The Pursuit of Happyness zeigt Will Smith in einer für ihn ungewöhnlichen Rolle: Er spielt einen Familienvater, der mit seinem Kind in die Obdachlosigkeit abrutscht. Eine ebenso ungewöhnliche Rolle nimmt der Italienische Komponist Andrea Guerra ein, dem mit dieser Vertonung nach ersten Erfahrungen mit Hotel Rwanda der Schritt über den großen Teich in die USA gelungen ist. Die einfühlsame Musik lässt die Herkunft des Komponisten allerdings nicht erahnen. Guerra orientiert sich stilistisch vor allem an romantischen Hollywood-Klischees und den Dramenvertonungen eines Thomas Newman.

Recht attraktiv kombiniert Guerra schöne Streichermelodik und Soli der Holzbläser mit kollagenartigen Elementen, in denen – daher die Newman-Nähe – u.a. Harfe, Gitarre, Klavier und Celesta zu Gehör kommen. Dazu treten behutsam eingesetzte Poprhythmen, die wie schon Hans Zimmers parallel erschienene The Holiday-Musik an die 80er Jahre (der Zeitpunkt der auf wahren Begebenheiten basierenden Handlung) erinnern. Auch wenn das im Endresultat eine alles andere als originelle Filmmusik ergibt, ist Das Streben nach Glück eine einfühlsame, zurückhaltende Vertonung, die von einem hübschen, ansprechenden Hauptthema zusammengehalten wird.

Durch die melancholischen, nachdenklichen (natürlich in der Vorlage zu suchenden) Zwischentöne, wirkt die Musik dabei ein Stücken ernsthafter und weniger anbiedernd als die oftmals zum seichten Easy Listening tendierende- ansonsten aber durchaus vergleichbare – zu Zimmers Holiday. Wenngleich The Pursuit of Happyness ebenfalls nicht ganz ohne Zuckerguss auskommt, handelt es sich doch um eine gefühlvolle und angenehme Vertonung. Mit ihr ist Guerra zwar kein Meilenstein, dafür aber ein rundum ordentlicher Einstand ins amerikanische Filmgeschäft geglückt.

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