Phone Booth – Harry Gregson-Williams

Nicht jede Filmmusik braucht eine Veröffentlichung. Kaum eine CD beweist dies so gut wie der Soundtrack zum neuen Thriller Phone Booth – Nicht auflegen von Joel Schumacher. Darin geht es um einen Neureichen, der in einer Telefonzelle von einem Unbekannten erpresst wird, seine Sünden zu gestehen (Seitensprung etc). Wenn er auflegt, wird er erschossen.

Harry Gregson-Williams, der gerade mit seinem hübschen Abenteuerscore für die Zeichentrickversion von Sinbad (2003) in aller Munde ist, hat dazu einen mit elektronischen Rhythmen, Klangcollagen und -effekten durchzogenen urbanen Score kreiert. Es ist eine Musik, die auf motivische Ideen oder ein dramaturgisches Konzept völlig verzichtet und allein atmosphärischer Natur bleibt. Das bedeutet abseits der Bilder eine weder eigenständige noch funktionsfähige Arbeit, die in ihrer monotonen Machart selbst hartgesottene Fans des Komponisten schnell ermüden dürfte.

Dies ist eine Vertonung, die nur im Zusammenspiel mit dem Film funktionieren kann, und sich kaum davon trennen lässt. Warum sich dennoch ein Label zur Veröffentlichung gefunden hat, bleibt schleierhaft. Denn gute Verkaufszahlen sind hier wohl kaum zu erwarten. Insgesamt also eine entbehrliche CD.

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