The Sentinel – Christophe Beck

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Wenn man eine Spannungsvertonung wie Christophe Becks The Sentinel hört, denkt man mit Wehmut an die Zeiten der jüngeren Hollywood-Vergangenheit zurück, als Jerry Goldsmith mit Basic Instinct einen modernen Genre-Klassiker schuf oder Patrick Doyle bei Dead Again eine packende Herrmann-Hommage gelang.

Im Jahr 2006 muss sich der geneigte Hörer mit einer Musik wie Christophe Becks The Sentinel begnügen. Der Newcomer präsentiert hier eine handelsübliche Mischung aus synthetisch erzeugter Rhythmik und düsterer Streichermelodik, die nur gelegentlich durch feierliche Bläsermotive aufgebrochen wird. Wie so oft bei solchen Genrevertonungen fehlt ein greifbarer thematischer Gedanke völlig. Die ein oder andere Streicherharmonie ist zwar passabel, aber wie in „chilton school“ bleiben solche thematischen Akzente stets blass und kurzatmig.

So steht Becks Arbeit irgendwo im Schatten der Suspense-Vertonungen eines John Powell und Harry Gregson-Williams, ohne deren Niveau zu erreichen. Mehr als bereits x-fach gehörte Vertonungsstandards hat sie nämlich leider nicht zu bieten.

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