When good Ghouls go bad – Christopher Gordon

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Talent zahlt sich nicht immer aus. So scheint es zumindest im Falle von Christopher Gordon. Der junge Komponist hat in den letzten Jahren mit dem TV-Produktionen Moby Dick und On the Beach zwei von der Kritik überwiegend begeistert aufgenommene Filmmusiken geschrieben. Doch viele CDs wurden von seinen Kompositionen deshalb nicht verkauft. Und genausowenig wurde er häufiger fürs Kino verpflichtet. Das ist inbesondere schade, da Gordon einer der wenigen talentierten Komponisten ist, den man gerne öfters hören würde. Umso erfreulicher, daß nun mit dem Halloween-Gruselspaß When good Ghouls go bad eine weitere seiner Filmmusiken den Weg auf Tonträger gefunden hat.

Auch wenn die für das amerikanische Kabelfernsehen gedrehte Produktion allein vom Thema her keine sonderlich ambitionierte Filmmusik erlaubt, zeigt sie dennoch erneut Gordons Fertigkeiten im Umgang mit dem Orchester. Ihm ist eine routiniert-launige Komödienmusik gelungen, die abwechslungsreich nette Melodien, Mickey-Mousing und sinfonische Dramatik verknüpft. Eingestreut in die bunte Mixtur sind einige skurrile, aber charmante Songs wie der Opener „It’s mean, mean, mean“. Wenn man keine große Filmkomposition erwartet, kann man mit When good Ghouls go bad einigen Hörspass haben. Zwar fehlen wirklich einprägsame Themen ebenso wie der letzte Funke Raffinesse. Ddoch insgesamt bietet der Halloween-Grusel unterhaltsames Komödienscoring. Wer James Horners Soundtrack zu Der Grinch mochte, dürfte darum auch an Christopher Gordons Komposition Gefallen finden. Bleibt zu hoffen, dass sich dessen Talent langfristig gesehen doch noch auszahlt. Verdient wäre es.