Unfaithful – Jan A. P. Kaczmarek

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Der Eifersuchts-Thriller Untreu von Adrian Lyne war nur kurze Zeit in den deutschen Kinos zu sehen und muss wohl als kleiner Flop bezeichnet werden, da sich weder Publikum noch Kritiker  so richtig f ür ihnerwärmen konnten.

Die Filmmusik vom Polen Jan A. P. Kaczmarek (Lost Souls) dürfte dagegen schon mehr Freunde finden. Im Stil von Aimée & Jaguar entfaltet der Komponist eine stimmungsvolle, sehr melancholische Musik. Das von Streichern, Klavieretüden und Akkordeon geprägte Klangbild und das schöne Hauptthema geben ihr eine reizvolle schwermütige Atmosphäre. Leider fällt über die Dauer von 44 Minuten die einförmige Ausgestaltung der Komposition negativ auf. Endlose Wiederholungen des Hauptthemas und der Mangel an Abwechslung gehören zu den zentralen Schwächen der Komposition.

Kaczmarek bleibt damit weiterhin den Beweis schuldig, dass er es mit seinen Landsmännern wie Zbigniew Preisner oder Wojciech Kilar aufnehmen kann. Etwas von beiden Komponisten steckt zwar auch in der Unfaithful-Vertonung. Doch die handwerkliche Raffinesse der Vorbilder erreicht Kaczmarek kaum. Dennoch handelt es sich um ein Album, das gut ins Ohr geht – trotz der kompositorischen Schwächen. Und das ist dann doch eine kleine Empfehlung wert.

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