The Sixth Sense – James Newton Howard

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The Sixth Sense gehörte zu den ganz großen Publikumserfolgen des Kinojahres 1999 und erhielt sechs Oscarnominierungen. Der übersinnliche Thriller um einen kleinen Jungen, der tote Menschen sehen kann, begeisterte durch sein raffiniertes Drehbuch mit einem Ende, welches das vorher Gesehene in einem gänzlich anderen Licht erscheinen ließ. Für Regisseur M. Night Shyamalan bedeutete The Sixth Sense der endgültige Durchbruch in seiner noch jungen Karriere.

Die melancholisch-düstere Musik stammt von James Newton Howard, der den Schwerpunkt auf ein mysteriöses Klavierthema („Run to the Church“), bedrohliche Streicher und dissonante elektronische Klangeffekte setzt. Obwohl eher konventionell gestrickt, gelingt ihm eine subtile Tonschöpfung, die geschickt mit den genreüblichen Thrillerelementen umgeht. Höhepunkte sind die abgründigen Stücke „Tape of Vincent“ und „Malcolm is Dead“ mit ihren gelungenen Variationen des Hauptthemas. Aber auch die schlichten Klavierstücke, die vornehmlich die Einsamkeit des kleinen Jungen symbolisieren, sind reizvoll ausgearbeitet.

Die im Film sehr effektvolle Komposition fällt auf CD leider etwas ab, gewinnt aber deutlich mit mehrmaligem Hören. Die 30-minütige Einspielung von Varèse Sarabande bietet eine gute Repräsentation der Musik, hätte aber durchaus etwas länger ausfallen dürfen. Das schlichte Booklet bleibt wieder einmal hinter den Möglichkeiten zurück und enthält lediglich eine Reihe von Szenenfotos aus dem Film. Mit The Sixth Sense ist James Newton Howard eine überzeugende Thrillermusik gelungen, die mit den Bildern allerdings noch ein gutes Stück überzeugender wirkt als unabhängig von ihnen.

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