The Pink Panther – Christophe Beck

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Musste das sein? Ein Remake des Rosaroten Panthers mit Steve Martin in der Hauptrolle? Peters Sellers würde sich vermutlich im Grabe umdrehen. Doch wenn der Rubel rollt, scheint manchem Filmstudio in Amerika alles recht zu sein. Das bisherige Einspielergebnis von über 80 Millionen US-Dollar gibt den Produzenten zumindest in kommerzieller Hinsicht recht. Uns so dürfte das filmische Thema „Inspektor Clouseau“ auch in Zukunft noch lange nicht abgeschlossen sein.

Die Aufgabe, der überflüssigen Neuauflage Musik beizusteuern, ging an Christophe Beck. Das Erkennungszeichen des Rosaroten Panthers, das berühmte Saxophonthema von Henry Mancini, durfte dabei natürlich nicht fehlen. Und so überträgt Beck den Panther mit modernem Action-Scoring, wie man es von John Powell und den Bond-Musiken David Arnolds kennt, ins neue Jahrtausend. Dabei verlässt er sich vollständig auf die Zugkraft des beliebten Themas, das er routiniert, aber ohne rechten Pfiff verarbeitet. Erwartungsgemäß erklingt es über den Actionsequenzen und als abgewandeltes Jazz-Arrangement (über den „End Titles“). Doch meist wechselt lediglich die Instrumentierung, während die eigentliche Melodie kaum variiert wird.

Der Rest ist dann schnell erzählt: Es gibt elektronische Drumbeats, viel standardisiertes Mickey Mousing, ein paar jazzige Einsprengsel sowie kurzatmige Streichermelodik für die romantischen Szenen. Das ist alles weder besonders schlecht, noch in irgendeiner Weise umwerfend. So bleibt am Ende eine solide, aber uninspirierte Vertonung zu einem unnötigen Remake übrig. Dass diese dennoch ordentlich unterhält, verdankt Beck weniger sich selber, als alleine dem langen Schatten von Henry Mancini. Sein berühmtes Thema macht nämlich auch nach über vierzig Jahren noch Spaß.

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