The Jane Austen Book Club – Aaron Zigman

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Aaron Zigman hat sich in kurzer Zeit zu einem viel beschäftigten Hollywood-Newcomer gemausert. Nach ersten Achtungserfolgen mit The Notebook und Flicka, konnte er 2007 vor allem mit The Bridge to Terabithia und dem im Dezember angelaufenen Fantasyspektakel Mr. Magorium’s Wonder Emporium (zusammen mit Alexandre Desplat komponiert) durchstarten. Seine Vielseitigkeit stellt er nun auch mit seiner Arbeit zur romantischen Komödie The Jane Austen Book Club unter Beweis. Darin geht es um einen Buchclub, in dem fünf Frauen und ein Mann die Werke der berühmten Literatin diskutieren. Genregemäß begegnet dem Hörer eine ruhige und einfühlsame Vertonung, die vor allem auf das Spiel von Streichern, Klavier und Holzbläser setzt, aber auch poppige perkussive Passagen bietet. Etwas kurios, aber durchaus geschickt, sind kurze Soli Indischer Instrumente (Sitar und Tablas) in die Komposition integriert.

Ansonsten orientiert sich Zigman wie schon bei Flicka und Bridge to Terabithia vor allem an einschlägigen Genrevorbildern wie den Melodrammusiken eines Thomas Newman, Cliff Eidelman und Rachel Portman. Die zentrale Schwäche der Musik ist deshalb wie gehabt das Fehlen frischer Ideen abseits x-fach gehörter Genrestandards. Zu nahe an den Vorbildern und ohne besondere eigene Note: Das ist irgendwie schade, hätte sich doch möglicherweise das übergeordnete Filmthema – die Schriftstellerin Jane Austen – für reizvolle klassizistische Einsprengsel angeboten. Doch davon ist nichts zu hören. So bleibt es am Ende bei einem streckenweise gefälligen Easy Listening, welches aber viel zu dicht an den Vorbilder entlangkomponiert ist, um wirklich überzeugen zu können. Für ein nettes Andenken an den Filmbesuch reicht die CD aber allemal.

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