The Hunted – Brian Tyler

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The Hunted – Die Stunde des Jägers hieß 2003 der neue Film von William Friedkin (Der Exorzist). Darin geht es um die gnadenlose Hatz auf einen zweifachen Mörder, ein ehemaliger Elitekämpfer der US-Army (Benicio del Toro), der von einem Ausbilder von Spezialeinheiten (Tommy Lee Jones) durch die Wälder von Portland getrieben wird.

Newcomer Brian Tyler hat dazu einen aggressiven, kraftvoll-treibenden Actionscore komponiert, der sich stilistisch irgendwo zwischen Jerry Goldsmith (z.B. in Total Recall) und Danny Elfman (Planet of the Apes, Spider-Man) bewegt. Das Spiel des Orchesters steht im Vordergrund, wird aber immer wieder mit synthetischen Klangeffekten und Drumbeats angereichert. Tyler verzichtet auf ein markantes Thema oder Motiv, das die Komposition tragen könnte. Stattdessen reiht er so kühl wie archaisch wirkende Actionstücke ohne große Ruhepausen aneinander. Dabei vertraut er ganz auf die genreübliche Mixtur aus dissonantem Spiel der Streicher, schroffen Einsätzen der Blechbläser (die besonders an Tylers großes Vorbild Jerry Goldsmith erinnern) über stampfenden Schlagwerk.

Auch wenn die Orchestrierung solide gearbeitet ist, wirkt The Hunted mehr laut und krawallig denn besonders subtil. Wurde die Musik zum Filmstart noch sehr positiv aufgenommen und Tyler als neues Talent gefeiert, wirkt sie aus heutiger Sicht erschreckend altbacken und banal. Kein Wunder also, dass die Musik über die Jahre schnell in Vergessenheit geraten ist.

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