The Bourne Supremacy – John Powell

Seit einigen Wochen läuft die Fortsetzung des Actionthrillers Die Bourne Identität (2002) mit Matt Damon und Franka Potente in den deutschen Kinos. Wie schon für den ersten Teil komponierte John Powell auch zu Die Bourne Verschwörung – The Bourne Supremacy die Musik. Diese knüpft stilistisch direkt an den Vorgänger an, verknüpft ein gehörige Maß an Rhythmik – echte Perkussion und Drumloops – mit dem Spiel eines üppigen, lediglich um Blechbläser und Fagott verstärkten, Streichorchesters.

Die Komposition ist alles andere als neuartig, entpuppt sich vielmehr als eine weitere Variation der typischen Suspense-Vertonungen des Komponisten. Doch Powell bemüht sich um eine vielseitige und abwechslungsreiche Gestaltung. Stücke wie „To the Roof“ oder das schöne „Goa“ überzeugen bei aller poppiger Rhythmik mit recht geschickt eingearbeiteten Streichermotiven. Diese sind so einfach wie eingängig gehalten und verleihen der Musik zusammen mit ruhigen Stücken wie „Funeral Pyre“ oder „New Memories“ (mit reizvollem Fagottsolo) einigen Unterhaltungswert. Für die Rhythmik verwendet Powell neben rechnererzeugten Beats ein ganzes Arsenal verschiedener Perkussioninstrumente. Das variantenreiche Spiel mit Tempi und einer sich stetig wechselnden Besetzung verleiht der Musik zusätzliche Hörreize, so dass es insgesamt nur wenige monotone Passagen gibt.

Man merkt Powell die mittlerweile erlangte Routine und handwerkliche Erfahrung bei Genremusiken dieser Art an. Die geringe Orginalität seiner Arbeit verringert zwar den Repertoirewert, insbesondere für diejenigen Hörer, die bereits einige Powell-CDs ihr eigen nennen. Doch im Fazit ist The Bourne Supremacy eine zeitgemäße und gefällige Thriller-Vertonung – sicher kein Meilenstein, aber für den Film völlig angemessen.

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