The Ant Bully – John Debney

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Man kann sich mittlerweile darauf verlassen, dass John Debney in schöner Regelmäßigkeit Kinder- und Familienfilme aus der Traumfabrik vertont. Waren es zuletzt Duma, Chicken Little und Zathura (alle 2005), startet Anfang Oktober der Animationsspaß Lucas, der Ameisenschreck in den hiesigen Kinos. Wie so oft bei Debney mag besondere Begeisterung allerdings nicht aufkommen. Zwar durfte der Amerikaner erneut für großes Orchester samt Chor schreiben, doch tut er dies bei aller Opulenz so standardisiert und lustlos, dass seine Musik mehr austauschbar denn unterhaltsam wirkt. Erneut sind Vorbilder und Temptracks allseits präsent. Dieses Mal müssen John Williams (vor allem mal wieder Star Wars) aber auch die Abenteuermusiken von James Newton Howard und James Horner herhalten.

Debney reiht komödiantische Einlagen, lärmende Actionstücke, Bläserfanfaren und romantische Passagen aneinander. Die Perkussion sorgt für afrikanische Rhythmen und der Chor raunt schicksalhaft. Mitunter kommen auch einfache elektronische Beats zum Zuge. Wenngleich die Komposition ohne atmosphärischen Leerlauf auskommt und von Brad Dechter routiniert und vielseitig orchestriert wurde, springt kein Funke über – ein Umstand der nicht zuletzt auch den blassen und austauschbaren Themen geschuldet ist. Erst im Schlusstrack „Bullies and sweet Rock“ erwacht die Musik mit eingängiger Streichermelodik unterlegt von einfachen Trommelrhythmen etwas zum Leben. Doch das kommt leider viel zu spät. The Ant Bully bleibt eine Abenteuermusik von der Stange.

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