Star Trek: Insurrection – Jerry Goldsmith

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Star Trek – Insurrection ist die vierte Filmmusik von Jerry Goldsmith für einen Kinofilm der populären Science-Fiction-Saga. Mit dem ersten, zu Star Trek – Der Film, war es ihm 1979 gelungen, ein Stück Filmmusikgeschichte zu schreiben. Die nachfolgenden Vertonungen für Star Trek V – The final Frontier (1989) und Star Trek – First Contact (1996) fielen als reine Routinearbeiten jedoch deutlich blasser aus.

Erstaunlicherweise knüpft Goldsmith gerade mit der Partitur zu der von Fans eher mäßig aufgenommenen neunten Folge, Star Trek – Der Aufstand, in Teilen zu den Wurzeln des ersten Films zurück. Die Musik überrascht mit einem ganz ähnlichen romantischen, melodiegeprägten Ansatz. Für das friedliche Volk der Ba´Ku komponierte Goldsmith ein sanftes Thema für Harfe, Flöte und Streicher („Ba´Ku Village“) und verzichtet dabei auf heroischen Pathos, wie er etwa noch im „Main Title“ von Star Trek – First Contact zu hören war. Ein im Stil verwandtes Liebesthema („New Sight“) untermalt die Romanze zwischen Captain Piccard und der Ba’Ku Anij. Der Ton der Musik kombiniert diese schönen lyrischen Anteile – Spiegel der glücklich in Frieden lebenden Ba’Ku – mit düsteren Passagen, die von pulsierenden elektronischen Klangeffekten durchzogen sind.

In den konventionellen Actionstücken orientiert sich Goldsmith mit den charakteristisch schroff klingenden Blechbläsereinsätzen und militärischen Schlagwerkrhythmen an seinen zahlreichen Abenteuer- und Action-Musiken der 90er Jahre (etwa U.S. Marshals oder Air Force One). Natürlich tauchen im Soundtrack auch die inzwischen unvermeidlich gewordenen klassischen Star Trek-Themen von Alexander Courage und Jerry Goldsmith selber wieder auf, glücklicherweise aber nur wenn es unbedingt notwendig ist – am Beginn und am Ende der CD.

Star Trek – Insurrection ist sicher keine essentielle Filmmusik im Werk von Jerry Goldsmith. Dafür gibt es schon zu viele ähnliche Arbeiten des Altmeisters. Dessen ungeachtet handelt es sich um eine durchaus ordentliche und unterhaltsame Aufnahme, die eine willkommene Ergänzung jeder Goldsmith-Kollektion darstellen dürfte.

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