Samsara – Cyril Morin

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In Pan Nalins Spielfilm Samsara verlässt ein buddhistischer Mönch sein Kloster in Nordindien, um ein weltliches Leben zu führen. Er heiratet, bekommt Kinder und führt ein bürgerliches Leben – bis ihm eines Tages erneut Zweifel an seiner Lebensführung kommen… Samsara ist der erste Kinofilm von Pan Nalin, der sich vorher mit Dokumentationen für die BBC und National Geographic einen Namen gemacht hat. Die überwältigende Naturkulisse des Himalayas bietet ihm den Hintergrund für eine spirituelle Liebesgeschichte, die in der Kritik hoch gelobt wurde.

Die ätherische Musik zum Liebesdrama schrieb der 1962 geborene Franzose Cyril Morin, der hier bereits zum dritten Mal nach Khajuraho und Ayurveda mit Nalin zusammengearbeitet hat. Nicht unähnlich der Komposition der Danna-Brüder in Green Dragon (2002) – und ähnlich reizvoll – entführt der Komponist den Hörer in eine fremde musikalische Welt. Die Streicherklänge des Bulgarian Symphony Orchestras paaren sich mit indischer und tibetischer Folklore. Vielfältige ethnische Instrumente (Duduk, mongolische Violine, Sarangi usw.) aus ganz Asien sind zu hören. Dazu gibt es als Source-Musik Gesänge buddhistischer Mönche und spirituelle Lieder (besonders schön: Das Schlussstück Bumbledee, gesungen von Dadon).

Cyril Morin ist über weite Strecken eine sehr stimmungsvolle Vertonung gelungen, die nicht zuletzt auch durch ihre schönen Themen einigen Charme entfaltet. Leider integriert die Soundtrack-CD von Virgin in einige Stücke Geräuschkulisse und Dialoge aus dem Film. Wieder einmal unnötig, aber glücklicherweise recht dezent platziert und insgesamt kaum störend. Cyril Morin beweist mit Samsara ein gutes Gespür für das Crossover zwischen westlichem und asiatischem Kulturkreis. Seine Musik entfaltet auf CD einige Hörpracht. Deshalb dürften nicht nur Weltmusikliebhaber ihren Gefallen an der reizvollen Aufnahme finden.

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