Pavilion of Women – Conrad Pope

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Conrad Pope war bislang hauptsächlich als Orchestrator tätig. Dabei hat er mit so bekannten Hollywoodgrößen wie James Horner, Alan Silvestri und David Newman zusammengearbeitet. In der jüngeren Vergangenheit griff sogar John Williams immer wieder auf seine Dienste zurück, etwa bei Star Wars – The Phantom Menace (1999) oder A. I. (2001).

Mittlerweile schreibt Pope auch selber für das Kino. Nach einigen kleineren Projekten ist das Liebesdrama Die Frauen des Hauses Wu – Pavilion of Women sein CD-Debüt. Der junge Komponist hat für das etwas zu dick auftragende Melodram von Luo Yan eine besonders reizvolle Partitur geschaffen. Wie schon bei George Fentons Anna und der König überzeugt die Musik mit einer reizvollen Mischung aus fernöstlicher Folklore und westlicher Musiktradition.

Neben dem Orchester, versehen mit asiatischen Instrumenten in den Soloparts, kommen mit dem L.A. East Chrorus und dem Salt Lake International Children’s Choir gleich zwei Chöre zum Einsatz. Beide werden von Pope gekonnt eingesetzt. Der Kinderchor erinnert dabei ein wenig an Empire of the Sun von John Williams. Die dramatische Intensität späterer Stücke wie „The Fire“ und „Invasion“ trägt deutlich opernhafte Züge. Verwoben mit schönen Melodien und vielseitig orchestriert, entwirft Pope eine opulente wie packende Komposition.

In einem an filmmusikalischen Höhepunkten bislang eher armen Jahr, ist Pavilion of Women ein echter Lichtblick. Das in nur drei Wochen entstandene CD-Debüt von Conrad Pope hätte kaum eindrucksvoller ausfallen können. Bleibt zu hoffen, dass auch in Zukunft noch viel von ihm zu hören sein wird.

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