Michael Clayton – James Newton Howard

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Mit Michael Clayton reiht sich auch James Newton Howard in die lange Reihe austauschbarer Genrevertonungen im Herbst 2007 ein. Für den Thriller mit George Clooney in der Hauptrolle hat er eine Spannungsvertonung geschaffen, die stilistisch irgendwo zwischen seinem Dreamcatcher, The Interpreter und Freedomland steht. Das bedeutet elektronische Rhythmen, über denen hier und da – überraschend unscheinbar – das Spiel des Orchesters (meist Klavier und Streicher) erklingt. Das muss nicht zwangsläufig schlecht sein, ist es hier aber. Die synthetischen Klanglandschaften plätschern uninspiriert und ohne Entwicklung vor sich hin. Nennenswerte thematische Akzente gibt es nicht. Stattdessen rennt Newton Howard in dieser Musik den kollagenartigen Musiken eines Thomas Newman und den rhythmisch durchstrukturierten Filmkompositionen von John Powell und Harry Gregson-Williams hinterher. Freilich ist seine Arbeit etwas ruhiger und atmosphärischer ausgefallen als es die seiner Kollegen meist sind. Doch das ändert wenig am monotonen Gesamteindruck. Was im Film noch seine Berechtigung hat, macht allein von CD gehört nur sehr wenig Sinn. Eine herbe Enttäuschung.

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