Meet the Robinsons – Danny Elfman

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Danny Elfman im Reich der Kinderfilme: Nachdem er bereits im vergangenen Jahr für Tim Burtons Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche und Charlie und die Schokladenfabrik tätig war und zuletzt den Familienfilm Schweinchen Wilbur und seine Freunde mit Musik unterlegt hat, folgt nun der Disney-Animationsspaß Triff die Robinsons – Meet the Robinsons. Darin geht es basierend auf dem Kinderbuch A Day with Wilbur Robinson von William Joyce um den Waisenjungen Lewis, der von einem Schulfreund auf eine abenteuerliche Zeitreise in die Zukunft mitgenommen wird.

Elfmans Vertonung dazu verfügt über dieselben Ingredienzien, die bereits die vorangegangenen Musiken unterhaltsam machten. Die schrullige Zeitreisen-Geschichte begleitet ein quirliger, geradezu irrsinniger Stilcocktail, der munter zwischen lyrischen Streichermelodien, groovigen Passagen, Samba- und Jazzelementen hin- und herspringt. Dazwischen musicalhafter Chorgesang und das Spiel von Hammond-Orgel und Theremin. Wem diese Rezeptur ungefähr bekannt vorkommt, liegt nicht falsch: Denn so ganz kann sich Elfman nicht von seinen vorangegangenen Arbeiten lösen. Sowohl stilistisch als auch thematisch fühlt man sich beim Hören immer wieder an die Musiken des Amerikaners der letzten Jahre erinnert – ob nun das Fantasy-Drama Big Fish in den lyrischen Momenten, die Kinderbuch-Verfilmung Charlie und die Schokoladenfabrik im überbordenden Stilmischmasch oder Corpse Bride in den musicalhaften Elementen.

Danny Elfman ist ein zu versierter Komponist, als dass seine neue Musik trotz der zahlreichen Selbstreferenzen nicht unterhaltsam wäre. Trotzdem erreicht Triff die Robinsons nicht den Charme seiner letzten Arbeiten. Dafür ist das Gebotene zu altbekannt, ähneln sich die Themen zu sehr. So ist es auch nicht weiter schlimm, dass auf der Filmmusik-CD von Disney-Records nur knapp 30 Minuten der Originalmusik erklingen. Der Rest wird von recht passablen Popsongs (Jamie Cullum, The All-American-Rejects, Rufus Wainwright etc.) aufgefüllt. Netterweise enthält die Deutsche CD-Ausgabe nicht nur die synchronisierten Lieder, sondern alternativ auch die englischsprachigen Originale, so dass das Album um rund 8 Minuten länger als die US-Version ausfällt.

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