Life as a House – Mark Isham

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Große Raffinesse im Gestalten sinfonischer Filmmusiken ist seine Sache sicher nicht. Mark Isham ist im Jazz zu Hause. Und wenn ein Film eben diesen bei der Vertonung nicht zulässt, hört man die handwerklichen Defizite seiner Musik häufig auch an. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Vertonung des Familiendramas Das Haus am Meer – Life as a House. Darin geht es um einen krebskranken Familienvater (Kevin Kline), der seinen letzten Wunsch – ein Haus zu bauen – in die Tat umsetzt.

Isham hat dazu einen leichten Klangteppich aus luftigen Streicherklängen, ruhigen Klavierstücken und rhythmischer Perkussion geschaffen. Wie bei vielen seiner Arbeiten gibt es dazu dezente elektronische Unterstützung. Das ist in der Art durchaus vergleichbar mit John Powells Beitrag zum Film Ich bin Sam (2001), besitzt nur leider nicht einen annähernd vergleichbaren Pfiff. Die Arrangements sind eher schlicht ausgefallen – die Melodien zwar nett, letztlich aber austauschbar. Mehr als eine durchschnittliche, leidlich unterhaltsame Isham-Vertonung wird hier nicht geboten. Keine wirklich schlechte CD, aber auch keine, die sich zu kaufen lohnt. Wie so oft bei Mark Isham.

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