Lavorare con lentezza – Teho Teardo

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Das Drama Lavorare con lentezza handelt von der aufkeimenden italienische Studentenbewegung in den 70er Jahren. Dazu hat Newcomer Teho Teardo, seines Zeichens Musiker, Komponist und Sounddesigner, eine anachronistisch wirkende Vertonung geschaffen, die experimentelle Klangkollagen verschiedene Streichersoli gegenüberstellt.

Dabei hat der aus Italien stammende Teardo offenbar gut bei den Musiken eines Thomas Newman hingehört und seine Komposition ähnlich den Vertonungen seines US-Kollegen konzipiert. Dass sich seine Arbeit dem Vorbild aber nicht allzu sehr annähert, dafür sorgen burleske zirkushafte Stücke und Klavierspielereien, die man so von Newman wohl eher nicht hören würde. Auch der ausgiebige Einsatz von akustischer und elektrischer Gitarre geht möglichen Vergleichen aus dem Weg. Gelegentlich schimmern auch die Wurzeln des Italieners durch, wenn er die Grenze zum Sounddesign merklich überschreitet: In Stücken wie „inno-vation?“ oder „menthol“ erklingt zum Teil eine seltsame Melange aus verfremdeten Stimmen, Samples und schwer erkennbaren Klangeffekten. Oftmals geht es aber auch weniger bizarr zu. Dann erklingen monotone synthetische Rhythmik oder schlichte Gitarrenakkorde.

Nur selten lässt die Komposition Teardos aufhorchen. Die einfachen, aber hübschen Klavierspielerein im „piano intro“ sind zusammen mit den gelegentlichen Soloparts von Cello und Kontrabass die rar gesäten Lichtblicke. Meist bleibt die Vertonung jedoch eng mit den Bildern verbunden, macht ohne sie nur wenig Sinn. Markante thematische Akzente und eine durchgängige Struktur bleiben aus, sind für den Film aber wohl auch kaum von Notwendigkeit. Die eingestreuten Dialogfetzen (die sich aber herausprogrammieren lassen) und mancher italienische Oldie aus den 60er und 70er Jahren, neben einigen neukomponierten Songs sowie Jazzstücken verstärken den heterogenen Gesamteindruck. Unterm Strich steht damit eine allenfalls für Fans des Filmes interessante CD.

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