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Kolumne

Mittwoch, 13.2.2002: Nachbericht zu den Oscar Nominierungen

Kaum Überraschungen...

bot die gestrige Bekanntgabe der Oscar Nominierungen (siehe News). Der Herr der Ringe - Die Gefährten und A Beautiful Mind gehen als Favoriten ins Rennen um den besten Film.

Ähnlich sah es auch in der Sparte Musik aus. Die einzige Nennung, mit der kaum jemand gerechnet hatte, ist Randy Newmans Beitrag zum neuesten animierten Disney-Film Monsters, Inc..

Ob diese Nominierung gerechtfertig ist, darf bezweifelt werden. Vermutlich erwartet den Hörer bei Monsters, Inc. kaum etwas anderes als typisches Komödien-Scoring im Stil von Toy Story und Das große Krabbeln. Die Mitglieder der Academy scheinen recht vergeßlich zu sein. Anders ist wohl kaum zu erklären, daß Newman den Zuschlag über Shrek und Atlantis - The lost Empire bekam.

Daß James Horner zu den fünf Auserwählten gehört, ist noch fragwürdiger. Hier wurde die Jury wohl eindeutig mal wieder vom guten Ruf eines Filmes geblendet.

John Williams ist seit 1995 (damals Sabrina und Nixon) erstmals wieder mit zwei Filmen vertreten. A.I. und Harry Potter bieten beide hochwertige und gekonnte Filmmusik. Vielleicht sind zwei Nominierungen ein bißchen des Guten zu viel, aber sicher auch nicht unverdient.

Der große Favorit im März bleibt aber Howard Shore mit seinem eindrucksvollen Herrn der Ringe. Und damit könnte es immerhin einem verdienten Sieger geben. Und das wäre doch auch schon was... (mr)

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