Kimberly – Basil Poledouris

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Basil Poledouris hat in den 90er Jahren eine ganze Reihe von Actionfilmen vertont und war vermutlich mehr als ihm lieb gewesen sein mag, auf dieses Genre festgelegt. Von Zeit zu Zeit konnte er aber immer wieder mit kleinen ambitionierten Projekten wie dem AIDS-Drama It’s my Party (1996) oder der Literaturadaption Les Misérables (1997) seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen. Für den Fernsehfilm Kimberly schrieb er nun eine leichte eingängige Musik für ein kleines Ensemble bestehend u.a. aus Streichern, Bläsern sowie einer Big Band.

Getragen wird die Komposition von eingängigen Hauptthema („Kimberly Main Title“) – einer schönen Streichermelodie mit Trompetenbegleitung. In der Folge entwickelt Poledouris aus ihm eine entspannte von Poprhythmen und schönen Gitarren- wie Saxophonsoli geprägte Musik, die angenehmes Easy Listening zum Nebenbeihören bietet. Das ist nicht nur gefällig, sondern besitzt durchaus auch Charme. Einige Stücke wie „Kimberly confesses“ oder „Hanging Attempt“ kommen zwar mit ihrem Mickey Mousing kaum über gängige Komödienklischees hinaus, passen sich aber dennoch gut in die Komposition ein.

Höhepunkte sind neben dem „Kimberly Main Title“, das romantische „Dating and Training“ und das pathetische „The Race“. Allerdings vertraut Poledouris auch hier auf das in fast allen Stücken verwendete Hauptthema. Doch ist dieses markant genug, um die Musik zu tragen. Kimberly bietet gelungene Abwechslung von den vielen lautstarken Filmmusiken des gleichen Jahrgangs. Basil Poledouris hat zwar kaum ein Meisterwerk geschaffen, aber immerhin eine hübsche, reizvolle Musik, die zumindest über ihre 32-minütige Laufzeit abwechslungsreich unterhält.

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