Final Fantasy: The Spirits within – Elliot Goldenthal

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Mit dem Filmstart von Final Fantasy – The Spirits within erscheint eine neue Ära des Kinos eingeläutet. Mit verblüffender Realitätsnähe werden in dem nach einem Videospiel entstandenen Film reale Schauspieler durch computeranimierte Ebenbilder ersetzt.
Auch wenn es zur perfekten Abbildung vermutlich noch ein weiter Weg sein wird, erstaunt dennoch die Geschwindigkeit mit der sich die Möglichkeiten der Computertechnologie derzeit weiterentwickeln.

Glücklicherweise haben die Macher das Konzept der computergenerierten Produktion nicht auch auf die Musik erweitert. Und so erklingt im neuen Werk von Elliot Goldenthal das gute alte Sinfonieorchester samt Chorunterstützung. Die Musik des Corigliano-Schülers, der sich offenbar auf düstere Filmstoffe (Alien 3, Sphere, In Dreams) spezialisiert hat, bewegt sich in vertrauten Bahnen. Sie vereint Elemente früherer Goldenthal-Partituren vom thematisch verwandten Alien 3 bis hin zur misslungenen Crichton-Verfilmung Sphere.

Wie Goldenthal im Booklet der CD erklärt, hat er sich in der Orchestrierung an der polnischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts und in der Instrumentierung von Blech und Streichern an Richard Strauss orientiert. So entwirft seine Komposition komplexe Klangstrukturen neben sphärischen Streichermelodien. Dem gegenüber steht ein überraschend einfach gehaltenes, aber sehr ansprechendes Klavierthema.

Auf diesem basiert auch der delikate, von Lara Fabian gesungene Song „The Dream Within“. Ein zweiter Beitrag aus der Pop-Rock-Welt stammt von der Band L’Arc-en-Ciel und ist hingegen entbehrlich. Final Fantasy ist eine brillante Goldenthal-Komposition, die zu den besten des Komponisten zählt. Und dazu eine der überzeugendsten Filmmusiken des Jahres 2001.

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