Darkness Falls – Brian Tyler

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Frisches Blut in der Filmmusikszene: Der junge Brian Tyler machte in den letzten Jahren mit seinem Thriller-Musiken zu The 4th Floor (1999) und Frailty (2000) erstmals auf sich aufmerksam. Das Label Varèse Sarabande hat dem aufstrebenden Komponisten dieses Jahr nun gleich mit drei Veröffentlichungen bedacht. Den Anfang macht Der Fluch von Darkness Falls, – ein Genrehorror um eine böse „Zahnfee“, die das kleine Städtchen Darkness Falls heimsucht, um sich für ein erlittenes Unrecht zu rächen.

Brian Tyler hat dazu einen sehr routinierten sinfonischen Score geschrieben, der sich an altbekannten Standards der Suspense-Vertonung orientiert. In The 4th Floor verwendete Tyler noch arabische Klangexotik und Vokalisen, um sein musikalisches Anliegen zu verdeutlichen. Derlei Ideen gehen Darkness Falls allerdings völlig ab. Vielmehr gibt es hier die typischen Spannungselemente wie abgründig-mysteriöses Spiel der Streicher und brachial-archaische Ausbrüche des Orchesters. Damit steht die Musik in einer Reihe mit ähnlichen Arbeiten von Marco Beltrami, John Ottman oder John Frizzell aus den letzten Jahren.

Eine ordentliche Musik hat Tyler geschrieben und damit einmal mehr sein handwerkliches Können unter Beweis gestellt. Dem ausgelutschten Genre hat er allerdings keine neue Ideen abgewinnen oder eine eigene Handschrift verleihen können. So bleibt es letztendlich bei einer durchschnittlichen Filmmusik – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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