Cabin Fever – Nathan Barr & Angelo Badalamenti

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Angelo Badalamenti dürfte den meisten Lesern als Hauskomponist von David Lynch (Blue Velvet, Mulholland Dr.) bekannt sein. Dabei hat er über diese Zusammenarbeit hinaus auch immer wieder anderen Projekten seine kompositorische Stimme verliehen, zum Beispiel dem Thriller Arlington Road (1999), oder zuletzt der bizarr-witzigen SM-Komödie Secretary (2002). Für den B-Movie Cabin Fever, einen Reißer um einen fleischfressenden Virus, hat er nun zusammen mit Nathan Barr die Musik beigesteuert.

Für ein Orchester war vermutlich das Budget zu klein. Deshalb spielt ein kleines Ensemble, das hauptsächlich aus Streichern und Perkussion besteht. Dazu gibt es Klangeffekte aus dem Synthesizer. Das Ergebnis ist ein lustloser monotoner Score, in dem einfachste Streicherakkorde und die banalen elektronischen Effekte sowie Rhythmen von Anfang an langweilen. Ein thematischer Gedanke, ein halbwegs erkennbares Konzept sucht der Hörer vergeblich. Umso erstaunlicher erscheint es deshalb, dass die Musik zu Cabin Fever gleich mit über fünfzig Minuten Laufzeit auf CD repräsentiert wird. Hinzukommen Pop- und Country-Songs sowie Filmdialoge, so dass der Tonträger von La-La Land Records mit einer üppigen Lauflänge beeindruckt.

Doch es hilft alles nichts. Auch wenn die Handschrift Badalamentis erkennbar ist, bleibt Cabin Fever ein äußerst dürftiger Horrorscore, der eigentlich keiner Veröffentlichung bedurft hätte. Daran ändert auch das nett gestaltete Booklet nichts.

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